TROTZ NIEDERLAGE NIE AUFGEGEBEN
Am Samstag, dem 26. September 2026, stand für unsere zweite Mannschaft das Landesklasse-Duell bei der BSG Wismut Gera auf dem Programm. Leider fand die Partie zeitgleich mit dem Spiel unserer ersten Mannschaft statt, sodass wir wieder einmal nicht selbst vor Ort sein konnten. Die Eindrücke und Ereignisse rund um die Begegnung wurden uns anschließend berichtet – und eines wurde dabei schnell deutlich: Unser ZFC Meuselwitz II hatte sich vor 128 Zuschauern beim Favoriten am Stadion am Steg nicht schlecht verkauft, musste sich am Ende aber verdient mit 1:3 geschlagen geben.
Die Wismut-Elf aus Gera gehört zweifellos zu den Mannschaften, die in dieser Saison um den Staffelsieg und damit auch um den Aufstieg in die Landesliga mitspielen werden. So hatte unser ZFC eigentlich nichts zu verlieren, war aber auch entsprechend gewarnt, zumal die BSG Wismut Gera in den vergangenen Spielen regelmäßig ihre Torgefahr unter Beweis gestellt hatte. Der Plan war daher klar: möglichst lange die Null halten und dem Favoriten das Leben schwer machen. Allerdings musste unser ZFC gerade in der Defensive einige Umstellungen vornehmen. Spieler mussten teilweise auf Positionen aushelfen, auf denen sie normalerweise nicht zum Einsatz kommen. Und schon nach drei Minuten wurde der Plan früh durchkreuzt. Ein schöner Steckball fand einen Geraer Spieler, der bis zur Grundlinie durchlief und den Ball anschließend gefährlich zurücklegte. Christopher Lehmann, der früher auch schon im Trikot des ZFC Meuselwitz unterwegs war, musste aus kurzer Distanz nur noch einschieben – 1:0 für die Gastgeber. Die BSG Wismut Gera hatte zunächst deutlich mehr vom Spiel. Unsere Elf agierte in dieser Phase etwas zu vorsichtig und konnte vieles von dem, was man sich vor der Partie vorgenommen hatte, noch nicht auf den Platz bringen. Zwar erspielte sich unsere Mannschaft einige Standardsituationen, wirklich gefährlich wurde es dabei zunächst allerdings nicht. Mit zunehmender Spieldauer fand unser ZFC dann besser in die Begegnung. Mitte der ersten Halbzeit konnte man sich immer häufiger aus der Umklammerung lösen und zumindest einige Halbchancen herausspielen. William Kallenbach, der diesmal unsere zweite Mannschaft unterstützte, setzte dabei Mazen Mohamad gut in Szene. Der Abschluss wollte jedoch nicht richtig gelingen, sodass diese Möglichkeit ungenutzt blieb. Kurz vor der Pause musste unsere Mannschaft dann allerdings den nächsten Rückschlag hinnehmen. In der 44. Spielminute zog Christopher Lehmann aus etwa fünf Metern ab. Zipse-Keeper Chris Kroner reagierte stark und konnte den Ball noch parieren, doch der Abpraller landete bei Dominik Nitzsche. Der Wismut-Kicker, der bei unserem ZFC noch bestens bekannt ist und selbst einige Zeit für unsere zweite Mannschaft auflief, reagierte schneller als die Zipsendorfer Hintermannschaft und köpfte zum 2:0 ein.
Trotz des Rückstandes gaben unsere Kicker die Partie natürlich nicht auf. Gleichzeitig muss man festhalten, dass die Gastgeber sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang die besseren Möglichkeiten hatten und diese teilweise sogar fahrlässig liegen ließen.
Für unsere Mannschaft war deshalb klar: Sollte irgendwann der Anschlusstreffer gelingen, könnte vielleicht doch noch einmal etwas gehen. Und tatsächlich kam unser ZFC im zweiten Durchgang immer besser ins Spiel. Man merkte zunehmend, dass auch die Geraer nicht mehr ganz so viele Körner hatten wie noch zu Beginn. Unsere Mannschaft hielt dagegen, blieb engagiert und suchte ihre Chance. In der 78. Minute war es dann endlich so weit: Nach einem schönen Eckball stieg Jacob Dörfer am höchsten und setzte einen Kopfball in die Maschen. Der Anschlusstreffer zum 1:2 ließ unsere Mannschaft wieder hoffen. Leider währte die Freude nur kurz. Gerade einmal vier Zeigerumdrehungen später stellte die BSG Wismut Gera den alten Abstand wieder her. Wieder gelang es einem Geraer Spieler, bis zur Grundlinie durchzubrechen und den Ball anschließend zurückzulegen. Marcel Kiessling nahm die Einladung dankend an und vollendete zum 3:1. Damit war die Partie letztlich entschieden. Unser ZFC Meuselwitz II musste sich einer starken Geraer Mannschaft verdient geschlagen geben, konnte den Platz aber dennoch erhobenen Hauptes verlassen. Vor allem die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass unsere Mannschaft auch gegen einen der großen Favoriten der Liga nicht aufgibt und sich immer wieder zurück in eine Partie kämpfen kann.
Fazit: Am Ende steht zwar eine 1:3-Niederlage, doch gerade gegen eine Mannschaft von der Qualität der BSG Wismut Gera ist auch die gezeigte Moral ein wichtiger Aspekt. Unsere Elf hat sich nicht hängen lassen, bis zum Schluss gekämpft und dem Favoriten zumindest phasenweise ordentlich Paroli geboten. Jetzt heißt es: Mund abputzen, weitermachen und den Blick nach vorne richten. Die nächsten Aufgaben warten bereits – und dort sollen dann wieder Punkte für unseren ZFC her. Trainer Heiko Weinert richtete nach dem Spiel noch ein paar Worte an die Jungs: „Jungs, wir haben heute verdient verloren, weil wir unsere Fähigkeiten nicht zu hundert Prozent auf den Platz gebracht haben. Trotzdem haben wir einer Spitzenmannschaft Paroli geboten und gezeigt, dass wir zu Recht in der Liga sind. Wir sind in einem Entwicklungsprozess und werden noch stärker, wenn ihr alle mitzieht. Die Siege kommen, da bin ich mir sicher." Bleibt für Tanja und mich nur noch die Hoffnung, dass der Ansetzungsgott irgendwann wieder ein Einsehen hat. Denn wenn die Spiele unserer ersten und zweiten Mannschaft ständig gleichzeitig stattfinden, wird es schwierig, beide Teams vor Ort zu unterstützen. Zurzeit scheint der Ansetzungsgott jedenfalls nicht unbedingt auf unserer Seite zu sein. Der Wismut-Elf wünschen wir für die Zukunft alles Gute und freuen uns aufs Rückspiel. Für unsere Mannschaft geht es am übernächsten Samstag, dem 10.10.2026, mit dem nächsten Kracher weiter. Zu Gast sind die Kicker des SV Schmölln.
Der Anstoß ist um 15 Uhr.
Schaut einfach mal vorbei. P.S.: Danke Chris für die Zuarbeit.
Für ZFC II spielten: Chris Kroner, Charalampos Chionidis (C) (85. Jonas Wadewitz), Tizian Hirsch (85. Hugo Walter Preuß), Jonas Höfer (74. Elias Jankowsky), Jacob Dörfer, Marc-Edgar Zergiebel, Julius Landgraf, William Kallenbach (64. Fritz Jahnke), Johannes Kunze, Severin Schulze (82. Kevin Alijevic), Mazen Mohamad.
J.K.
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