GANZ BITTERE NIEDERLAGE FÜR ZIPSE II IN JENA
Es gibt Fußballspiele, nach denen man sich vor allem über das Ergebnis ärgert. Und dann gibt es jene Partien, bei denen auch nach dem Abpfiff noch so manche Szene für Gesprächsstoff sorgt. Die Begegnung unseres ZFC Meuselwitz II am Samstag, dem 12.09.2026, beim FC Thüringen Jena gehörte definitiv zur zweiten Kategorie. Am Ende stand trotz einer über weite Strecken guten Leistung eine knappe und nach der Art und Weise, wie sie zustande gekommen ist, auch ganz bittere 3:4-Niederlage.
Dabei war Zipse II vor 75 anwesenden Zuschauern keineswegs die schlechtere Mannschaft. Beide Teams legten engagiert und zielstrebig los, wobei auch unsere Mannschaft von Beginn an immer wieder den Weg nach vorne suchte. Nach 27 Minuten gingen allerdings die Gastgeber in Führung. Lukas Birkner wurde bedient und vollendete zum 1:0. Aus Zipsendorfer Sicht blieb dabei zumindest die Frage nach einer möglichen Abseitsposition. Eine Szene, die durchaus für Diskussionen sorgte. Unser ZFC ließ sich davon jedoch nicht beirren und antwortete praktisch im Gegenzug. Nur zwei Zeigerumdrehungen später war es Mazen Mohamad, der per Kopf zum 1:1 ausglich (29.). Anschließend hatte unsere Mannschaft weitere Möglichkeiten, während die Hausherren vor allem mit langen Bällen versuchten, zum Erfolg zu kommen. In der 38. Minute führte dann ein Fehler in unserer Hintermannschaft erneut zur Führung für die Gastgeber. Wieder war es Lukas Birkner, der aus der Distanz zum 2:1 traf. Doch auch davon ließ sich unser ZFC nicht unterkriegen. Die Mannschaft arbeitete weiter am Ausgleich und hatte durch Noah Tänzer eine gute Gelegenheit, die zunächst ungenutzt blieb. Bis in die Nachspielzeit der ersten Hälfte mussten unsere Jungs warten, ehe sich der Einsatz doch noch auszahlte. Nach einer langen Hereingabe in den Strafraum reagierte Julius Landgraf am schnellsten und vollendete in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 2:2. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel legte unser ZFC sofort nach. In der 47. Minute brachte Kapitän Charalambos Chionidis einen Freistoß gefährlich auf den langen Pfosten. Mazen Mohamad touchierte die Hereingabe offenbar noch leicht, sodass der Ball im langen Eck einschlug. Von außen war kaum zu erkennen, ob er tatsächlich noch entscheidend am Ball war. Zugeschrieben wurde der Treffer jedenfalls unserer Nummer 9. Damit hatte unsere Elf die Partie gedreht und führte mit 3:2. Und diese Führung war zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient. Unser ZFC hatte weitere Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen und damit für etwas mehr Ruhe zu sorgen. Leider blieben diese Chancen ungenutzt. Das sollte sich später noch rächen. Nach gut einer Stunde kamen die Gastgeber zum 3:3. Auch bei diesem Treffer sah man im Zipsendorfer Lager zuvor eine mögliche Abseitsposition. Erneut eine Situation, die aus unserer Sicht zumindest diskussionswürdig war. Überhaupt sorgten einige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns an diesem Nachmittag immer wieder für Unverständnis, und das nicht nur auf der Zipsendorfer Bank. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, die Unparteiischen für eine Niederlage verantwortlich zu machen. Zum Fußball gehören strittige Entscheidungen ebenso wie Fehlentscheidungen. Und gerade, weil wir froh sein können, dass Woche für Woche Menschen bereitstehen, um Spiele zu leiten, sollte man mit dieser Thematik auch entsprechend sachlich umgehen. Allerdings gehört zur Wahrheit auch: Wenn sich solche Situationen häufen und dadurch die Emotionen auf und neben dem Platz immer weiter hochkochen, wird es irgendwann schwierig, einfach zur Tagesordnung überzugehen. In der 79. Minute fiel schließlich die Entscheidung. Sören Bittner erzielte das 4:3 für den FC Thüringen Jena – erneut aus einer Position, die als zumindest abseitsverdächtig wahrgenommen wurde. Die Enttäuschung war entsprechend groß. Auf der Zipsendorfer Bank lagen die Nerven nun verständlicherweise blank. Schiedsrichter Wilhelm Lindner ging daraufhin zur Bank und verwarnte unseren Trainer Heiko Weinert. Als dieser nach dem Grund der Verwarnung fragte, zeigte der Unparteiische wenig später sogar die gelb-rote Karte. Dass die Emotionen in einem solchen Moment hochkochen können, ist nachvollziehbar. Noch schwieriger wird es allerdings, wenn eine solche Entscheidung weder unmittelbar nach dem Platzverweis noch nach dem Spiel für die Betroffenen nachvollziehbar aufgeklärt werden kann. Bei allem Respekt vor dem Amt des Schiedsrichters und bei aller Akzeptanz dafür, dass Entscheidungen auf dem Platz auch einmal falsch sein können: Eine solche Situation darf man durchaus als grenzwertig empfinden.
Trotz allem soll am Ende aber nicht der Eindruck entstehen, unser ZFC suche die Schuld ausschließlich bei den Unparteiischen. Das wäre zu einfach. Unsere Mannschaft hatte selbst genügend Möglichkeiten, dieses Spiel zu entscheiden. Wer beim Stand von 3:2 weitere gute Chancen nicht nutzt, muss sich das selbstverständlich auch selbst ankreiden. Und trotzdem bleibt diese Niederlage bitter.
Fazit: Unser ZFC Meuselwitz II hat in Jena zweimal einen Rückstand aufgeholt, die Partie nach der Pause sogar gedreht und über weite Strecken gezeigt, dass man an diesem Nachmittag nicht das schlechtere Team war. Gerade bei einer jungen Mannschaft ist es deshalb schade, wenn am Ende trotz großen Einsatzes und einer ordentlichen Leistung nichts Zählbares herausspringt. So bleibt unter dem Strich eine 3:4-Niederlage beim FC Thüringen Jena. Die Mannschaft wird dieses Ergebnis wegstecken müssen – und sie wird es auch tun. Denn trotz des bitteren Ausgangs hat dieser Nachmittag auch gezeigt, dass unser ZFC II Moral besitzt, sich nicht hängen lässt und auch nach Rückschlägen immer wieder zurückkommt. Jetzt heißt es: Mund abputzen, aus den eigenen Fehlern lernen, die Chancen künftig konsequenter nutzen und weitermachen. Denn eines hat unser ZFC II in Jena eindrucksvoll gezeigt: Unterkriegen lassen sich die Jungs nicht. Den Kickern aus Jena wünschen wir alles Gute für die weitere Saison und wir freuen uns aufs Rückspiel. Für unsere Mannschaft geht es am nächsten Samstag, dem 18.09.2026, im Heimspiel gegen den SC 1903 Weimar weiter. Da sind wir endlich mal wieder selbst vor Ort.
Anstoß auf dem Nebenplatz 2 unserer bluechip-Arena ist um 15 Uhr!
Danke an André, Schwichi und Heiko für die Zuarbeit. Auch wenn es diesmal nicht einfach war.
Für Zipse ll spielten: Collin Bauer, Charalampos Chionidis (C), Tizian Hirsch (81. Finn Weber), Jonas Höfer, Jacob Dörfer, Marc-Edgar Zergiebel (83. Paul Köhler), Julius Landgraf, Mazen Mohamad, Noah Tänzer, Nevio Konradi, Severin Schulze (60. Johannes Kunze).
J.K.
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