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Männer | Oberliga Süd

ZFC Meuselwitz vs. SSC Weißenfels
3 : 2

Überschrift


Drittes Oberligaspiel, dritter Sieg: Unser ZFC Meuselwitz hat am Sonntag, dem 30.08.2026, auch das dritte Spiel der neuen Oberligasaison gewonnen. Gegen den Aufsteiger SSC Weißenfels setzte sich unsere Mannschaft am Ende mit 3:2 durch. Drei Spiele, drei Siege – auf dem Papier liest sich das natürlich hervorragend. Doch auch diesmal musste unsere Elf bis zum Schluss alles investieren, um die drei Punkte in der heimischen bluechip-Arena zu behalten. Von einem souveränen Auftritt war unsere Mannschaft dabei über weite Strecken dennoch entfernt.

Dabei hatte sich unser ZFC einiges vorgenommen. Endlich sollte auch einmal ein dominanter Auftritt her, ein Spiel, in dem man dem Gegner früh den Schneid abkauft und die eigenen Stärken konsequent auf den Platz bringt. Doch gerade als Favorit ist das manchmal leichter gesagt als getan. Das bekam auch unsere Mannschaft zu spüren. Trotzdem legte Zipse los wie die Feuerwehr. Bereits in der dritten Minute kam es allerdings zu einem heftigen Zusammenprall: Unser Justin Smyla und der Weißenfelser Martin Dierichen stießen bei einem Kopfballduell mit den Köpfen zusammen. Glücklicherweise konnten beide nach kurzer Behandlung weiterspielen. Unsere Mannschaft versuchte anschließend, das Spiel an sich zu reißen und immer wieder nach vorn zu spielen. Der eine oder andere Angriff verpuffte allerdings im letzten Drittel, weil die letzte Konsequenz fehlte. In der achten Minute war es dann aber so weit. Nach einem guten Angriff über die rechte Seite brachte Ben Nitschke den Ball gefährlich nach innen. Dort stand Eric Stiller goldrichtig und schob die Kugel ohne große Mühe zum viel umjubelten 1:0 über die Linie. Nun hätte man meinen können, die frühe Führung würde unserer Mannschaft Sicherheit geben. Doch der SSC Weißenfels zeigte sofort, dass der Aufsteiger keineswegs angereist war, um sich kampflos geschlagen zu geben. In der 13. Minute fiel dann sogar der Ausgleich – und das praktisch aus dem Nichts. Ein langer Einwurf von Carlo Purrucker flog bis vor das Zipsendorfer Tor. Yannik Luib ging quasi auf die Knie und drückte den Ball per Kopf über die Linie. 1:1 – und plötzlich war die Partie wieder völlig offen. Unser ZFC blieb zwar die Mannschaft mit den größeren Spielanteilen und versuchte weiter, Druck aufzubauen, doch im letzten Drittel fehlte immer wieder die notwendige Durchschlagskraft. Gleichzeitig blieben die Gäste bei schnellen Umschaltaktionen gefährlich. So entwickelte sich ein Spiel nahezu auf Augenhöhe, mit leichten Vorteilen für unsere Mannschaft, aber keineswegs mit der Dominanz, die man sich vorgenommen hatte. Kurz vor der Pause hätte unser ZFC dann dennoch wieder in Führung gehen können. Zunächst war Kingsley Prince Madumere frei durch, scheiterte jedoch am gerade noch rechtzeitig herauskommenden Gästekeeper. Nur zwei Minuten später hatte unser Angreifer erneut Pech: Nach einer guten Hereingabe setzte er den Kopfball an die Unterkante der Latte. Der Ball sprang auf die Linie und von dort wieder zurück ins Spielfeld. Viel näher kann man einem Treffer kaum kommen. Die erneute Führung fiel dann aber doch noch vor der Pause. In der 44. Minute landete der Ball nach einer weiteren guten Hereingabe über Umwege bei Tim Kießling. Dieser nahm die Kugel quasi von der Strafraumgrenze direkt und hämmerte sie ins lange Eck. 2:1 für unseren ZFC – und mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeitpause.

Allerdings war trotz der Führung nicht alles Gold, was glänzte. Vor allem in den Gesichtern unserer Zipsendorfer war zu erkennen, dass man mit dem bisherigen Auftritt nicht wirklich zufrieden sein konnte. Es fehlte der Biss, den man sich vor dem Spiel vorgenommen hatte, dazu kamen zu viele verlorene Zweikämpfe und unnötige Fehler. Die knappe Führung war zwar da, doch wirklich überzeugend wirkte unser Auftritt nicht.

Zur zweiten Halbzeit brachte unsere Bank dann Florian Hansch ins Spiel – und der Joker brauchte nicht lange, um Wirkung zu zeigen. Kurz nach seiner Einwechslung nutzte unser Hanscher einen Abpraller und erhöhte auf 3:1 (46.). Endlich schien unser ZFC die Partie in die gewünschte Richtung lenken zu können. Unsere Mannschaft setzte sofort nach und machte weiter Druck. Mehrere gute Möglichkeiten ergaben sich, doch der vierte Treffer wollte einfach nicht fallen. Und wie es im Fußball nun einmal ist: Wenn du deine Chancen nicht nutzt, kann es plötzlich wieder eng werden. In der 61. Minute war es nämlich genau so weit. Die Gäste spielten einen Ball auf Carlo Purrucker, der wohl nicht im Abseits stand. Frei vor dem Zipsendorfer Tor ließ er sich die Gelegenheit nicht nehmen und schob zum 3:2 ein. Der Anschlusstreffer gab dem SSC Weißenfels noch einmal ordentlich Auftrieb. Plötzlich geriet unsere Mannschaft mehr und mehr unter Druck. Zwar hatte Florian Hansch in der 65. Minute noch die große Chance, den alten Abstand wiederherzustellen, doch sein Versuch ging knapp am Tor vorbei. Danach wurde es richtig ungemütlich. Die Gäste kamen zu drei Ecken in Folge und drängten auf den Ausgleich. Tidjane Rafael Sosa Balde sorgte für Gefahr, wobei sein Schuss noch abgefälscht wurde und Lukas Sedlak den Ball zur Ecke retten konnte. Nach 73 Minuten war erneut der SSC Weißenfels am Zug: Georg Böhme kam zum Kopfball, setzte diesen aber neben das Tor. Unser ZFC hatte in dieser Phase durchaus Mühe, wieder die Kontrolle über das Geschehen zu bekommen. Die Gäste blieben gefährlich und machten deutlich, warum sie als Aufsteiger keineswegs zu unterschätzen sind. Große Möglichkeiten erspielte sich der SSC Weißenfels in der Schlussphase dann zwar nicht mehr, doch angesichts des knappen Spielstands blieb die Spannung bis zum Abpfiff bestehen. In der 85. Minute hätte Franz Born für die Erlösung sorgen können. Doch auch sein Versuch landete nur am Außennetz. So blieb es beim 3:2 und damit bei einer Schlussphase, in der auf Zipsendorfer Seite vor allem eines angesagt war: hoffen und bangen. Auch in der Nachspielzeit gab es noch einmal die Möglichkeit zur Entscheidung. Florian Hansch lief in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einmal auf den Weißenfelser Keeper zu, konnte diesen aber nicht überwinden. Dann endlich der Schlusspfiff. 3:2 gewonnen, drei Punkte geholt und damit der dritte Erfolg im dritten Oberligaspiel.

Fazit: Unser ZFC bleibt also weiterhin makellos und kann mit neun Punkten aus drei Spielen auf einen perfekten Saisonstart zurückblicken. Doch so erfreulich diese Bilanz auch ist, unsere Mannschaft muss stabiler werden. Gegen einen starken Aufsteiger vom SSC Weißenfels reichte es am Ende zwar zum Sieg, doch die Art und Weise lässt durchaus noch Luft nach oben. Gerade als Favorit muss unsere Elf lernen, solche Spiele früher zu entscheiden und sich nicht immer wieder selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Am Ende darf man deshalb durchaus festhalten: drei Spiele, drei Siege – das nimmt unserem ZFC natürlich niemand mehr. Aber dreimal war es auch verdammt knapp. Irgendwann ist das Glück aufgebraucht. Und deshalb sollte unsere Mannschaft schnell dafür sorgen, dass die nächsten Punkte nicht wieder bis zur letzten Sekunde auf der Kippe stehen. Den Gästen wünschen wir alles Gute für die folgenden Aufgaben und freuen uns auf das Rückspiel. Auf dem Plan für unsere Mannschaft steht am Samstag, dem 05.09.26, das Pokalspiel beim Verbandsligisten SV Blau-Weiß 90 Neustadt/Orla. Das wird auch kein Selbstläufer. Der Anstoß soll um 15 Uhr erfolgen.

Stimmen zum Spiel 

Marc Barthmuß (Trainer SSC Weißenfels): Erstmal Glückwunsch zum Sieg. Wir sind in den ersten zehn Minuten nicht richtig reingekommen ins Spiel. Wir wollten mehr Druck ausüben, bekamen aber dann das frühe Gegentor. Haben aber dann mit dem Tor, das aus dem Nichts kam, gut auf die Führung reagiert. Hatten danach gute Szenen, aber in den letzten Minuten der ersten Hälfte machte Meuselwitz wieder richtig Druck und hätte auch wieder in Führung gehen können. Wir fangen dann auch die beiden Tore kurz vor und kurz nach der Halbzeitpause. Haben aber danach etwas umgestellt und das dann auch recht ordentlich gemacht. Wir machen dann das 3:2, hätten aber auch zum Ende das 4:2 kassieren können. Es hätte auch unentschieden werden können, aber große Gelegenheiten hatten wir gegen Ende nicht mehr. 

Georg-Martin Leopold (Trainer ZFC Meuselwitz): Es ist schwer einzuschätzen. Gefühlt sitzen jetzt alle so da, als hätten wir das Spiel verloren. Es war wieder harte Arbeit, aber wir haben auch heute dazu beigetragen, dass es wieder so eng wurde. Eigentlich waren wir mit dem schnellen 1:0 gut reingekommen, fangen aber dann das 1:1 und dann kam wieder eine Unsicherheit auf, die ich mir nicht erklären kann. Kurz vor der Pause waren wir wieder aktiver und machten das 2:1 und brachten Florian Hansch als Joker zur Halbzeit und er machte das 3:1. Dann haben wir den Gegner ins Spiel reingeholfen und es war wieder die Unsicherheit da. So war es ein Fight, um das 3:2 gegen Weißenfels nach Hause bringen zu können. Gut, dass wir das dann gelöst haben. Wir müssen weiter an den Themen, die nicht so klappen, hart arbeiten. Wir stehen jetzt mit neun Punkten aus drei Spielen gut da und haben nächste Woche Pokal. Wir brauchen mehr positives Selbstverständnis und keine Angst, dass wir etwas verlieren können. Heute nehmen wir die Punkte gerne mit. Glückwunsch nach Weißenfels zum guten Saisonstart. Wir sehen uns dann beim Rückspiel.

J. K.


Tore: 1:0 Stiller (8.), 1:1 Luib (13.), 2:1 Kießling (44.), 3:1 Hansch (46.), 3:2 Purrucker (60.)

ZFC Meuselwitz: Sedlak, Stiller (78.Born), Schulz (46.Hansch), Schröder (66.Mäder), Nitschke, Madumere (78.Rücker), Smyla, Schätzle, Müller, Kießling, Kone

Weißenfels: Lohmann, Puphal, Schuhmann (60.Zerbe), Dierichen (82.Beyer), Luib, Hafkesbrink (71.Rosner), Purrcuker (71.P. Koch), Sousa Balde, Böhme, Necke, Schneider (82.T. Koch)

Zuschauer: 674

Gelbe Karten: Schulz, Kone, Kießling (alle ZFC), Schuhmann, Sousa Balde, Puphal (alle Weißenfels)

Schiedsrichter: Romano Wehner | Karsten Schiepe und Philipp Berndt


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