ZIPSE VERLIERT KNAPP GEGEN FAVORIT LOK LEIPZIG
In einem spannenden Regionalligaspiel musste sich unser ZFC am Mittwoch, dem 04.03.2026, nach großem und leidenschaftlichem Kampf dem Tabellenführer Lok Leipzig knapp mit 0:1 geschlagen geben. Zipse bot in dieser Nachholpartie dem Favoriten nicht nur ordentlich Paroli, sondern war über weite Strecken auch das aktivere und spielstärkere Team. Bedauerlicherweise gingen aber die Gäste mit ihrer quasi ersten Gelegenheit durch einen Kopfballtreffer von Stefan Maderer Mitte der ersten Halbzeit in Führung. Unsere Mannschaft versuchte alles, baute Druck auf, war wachsam bei den wenigen gefährlichen Gegenangriffen, hatte aber auch ein, zwei Mal das Glück des Tüchtigen. So blieb die Hoffnung bis zum Schluss, doch der Ausgleich wollte einfach nicht gelingen.
1881 Zuschauer, darunter ein Großteil aus Leipzig, waren gekommen, um den Nachholer zwischen unserem ZFC Meuselwitz und dem Tabellenführer aus Probstheida zu sehen. Ich finde, das ist nicht schlecht für einen Mittwochabend. Die Lok-Fans sorgten mit einer Riesenfahne und einem leuchtenden Gästeblock sofort für Stimmung. Die besseren Aktionen auf dem Platz hatten allerdings unsere Kicker. Gleich mit Spielbeginn gab unsere Mannschaft Gas und brachte ein, zwei Flanken in den Gäste-Strafraum. Nach sechs Minuten versuchte sich der sehr auffällig agierende Luca Bürger mit einem Abschluss, der aber am Tor vorbeiging. Die favorisierten Gäste kamen nur schwer rein in die Partie. Zipse war spielbestimmend, ohne allerdings zwingend zu sein. Nach 20 Minuten gab erneut Luca Bürger keinen schlechten Schuss ab, der aber wieder am Tor vorbeiging. Kurz darauf tauchte auch der Spitzenreiter mal im Zipsendorfer Strafraum auf. So hatten die Leipziger in der 23. Spielminute eine erste gefährliche Aktion. Im Anschluss an einen Eckball kam Stefan Maderer unter Bedrängnis zum Kopfball, setzte das Leder aber auf die Querlatte. Dass der Leipziger zuletzt am Ball war, hatte wohl der Unparteiische übersehen und gab zur Verwunderung aller erneut Eckball. Keiner ahnte da noch, dass diese Fehlentscheidung zur spielentscheidenden Szene werden würde. Pasqual Verkamp brachte das Leder nach innen, Stefan Maderer stieg am höchsten und köpfte zum 0:1 ein (24.). Schade, denn unser ZFC hatte bis dato die Partie beherrscht. Den Leipzigern tat die Führung natürlich gut und in der 34. Minute hätte Laurin von Piechowski fast das 0:2 erzielt. Nur mit einem Wahnsinnsreflex von Lukas Sedlak konnte der starke Kopfball abgewehrt werden. In der Folge war die Partie eher ausgeglichen, die klareren Möglichkeiten hatten aber die Gäste. So verzog Pasqual Verkamp kurz vor der Pause knapp (43.), und in der Nachspielzeit musste Lukas Sedlak im Anschluss an einen Leipziger Eckball die Kugel von der Linie kratzen. Dadurch blieb es bei der knappen Gästeführung bis zur Pause.
In den Pausengesprächen bescheinigte man unserer Mannschaft eine gute Leistung. Aber viele glaubten auch, dass der Favorit nach dem Seitenwechsel richtig Gas geben würde.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte die Zipsendorfer Bank Andy Trübenbach für Luca Bürger. Luca war viel gelaufen und hatte im ersten Durchgang richtig für Belebung gesorgt. Die erste Torannäherung hatten nach Wiederbeginn die Gäste, doch die Flanke von Pasqual Verkamp wurde geblockt (49.). Die Leipziger versuchten, die Partie zu kontrollieren, und setzten auf Umschalter. Nach 54 Minuten hatte dann unser ZFC einen guten Angriffsmoment. Leider ging der Kopfball von Eric Stiller über den Leipziger Kasten. So nach und nach übernahm Zipse wieder die Kontrolle und bemühte sich, Druck aufzubauen. Die Leipziger Abwehr stand jedoch sehr sicher und ließ wenig zu. Unsere Jungs gaben sich nie auf, doch die Zeit lief für den Spitzenreiter. Nach 74 Minuten wäre dann fast der Ausgleich gefallen. Über Umwege kam dabei das Leder zu Califo Baldé, der aber aus spitzem Winkel knapp neben den von Andreas Naumann gehüteten Lok-Kasten setzte. Auch in der verbleibenden Zeit versuchte unser ZFC nochmal alles, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch immer wieder biss man sich an der Abwehr der Gäste die Zähne aus. So konnten nach Abpfiff die Leipziger die Arme hochreißen und sich über drei weitere Punkte freuen.
Fazit: Schade, das war ein starker Auftritt unserer Jungs, und man wusste zwischenzeitlich nicht, wer hier die Spitzenmannschaft ist. Die Jungs haben aufopferungsvoll gekämpft und hätten mindestens einen Punkt verdient. Aber die Zähler hat sich der 1. FC Lok Leipzig geholt und ich kann mal wieder die Aussage von Martin Teuber vom SV Rositz zitieren: „Solche Spiele muss man gewinnen, auf dem Weg nach oben." Glückwunsch nach Leipzig und alles Gute für eure Mission. Unser ZFC bekommt am Sonntag die nächste Gelegenheit, um zu punkten. Da kommt die VSG Altglienicke auf die Glaserkuppe.
Stimmen zum Spiel Jochen Seitz (Lok Leipzig): Wir wussten von Anfang an, dass es in Meuselwitz sehr schwierig ist, zu bestehen. Sie haben eine Mannschaft, die aggressiv auch gegen den Ball arbeitet. Da haben wir uns lange sehr schwergetan, doch mit dem 1:0 wurde es dann besser. Vor der Halbzeit müssen wir das 2:0 machen. In der zweiten Hälfte war es ein absoluter Abnutzungskampf. Trotzdem bin ich sehr zufrieden, weil die Mannschaft gerade in der Defensive wieder alles investiert hat. Meuselwitz hatte dann nichts mehr zu verlieren und hat alles nach vorn geworfen. Wir mussten intensiv verteidigen, um das Ergebnis zu halten, und das ist in der Tat im Fußball nicht so einfach. Georg-Martin Leopold (ZFC Meuselwitz): Im Moment ist es extrem frustrierend. Wir haben das Spiel knapp gegen den Spitzenreiter verloren und waren über 90 Minuten gesehen die aktivere Mannschaft, die auch den besseren Fußball gespielt hat. Lok hat ihre Mittel eingesetzt und durch einen Standard ein Tor gemacht. Ein Standard, der hätte keiner sein dürfen. Dass die Aktion das Spiel entscheidet, ist besonders tragisch. Aber unsere Leistung war über 90 Minuten richtig gut, und das als Zwölfter gegen den Ersten. Das macht mich stolz. Gegen Lok muss man die Chancen nutzen, das haben wir nicht gemacht, und deshalb gab es heute keine Punkte. Jetzt kommt Altglienicke und dann geht’s nach Jena. Eins der beiden Spiele würden wir gerne gewinnen, um auf dem Platz zu bleiben, wo wir gerade sind.
J.K.
Tore: 0:1 Maderer (24.)
ZFC Meuselwitz: Sedlak, Rehder, Stiller (79.Teßmer), Bürger (46.Trübenbach, 66.Pauling), Oke, Pfeil, Wurr (86.Jeck), Hansch, Fischer (66.Balde), Eckardt, Schmökel
Lok Leipzig: Naumann, Wolton, Kabashi, Verkamp (62.Kang), Maderer (72.Ziane), Adetula 62.Maier), Siebeck, Cevis (85.Kusic), Rühlemann (72.Grözinger), Von Pichowski, Dombrowa
Zuschauer: 1881
Gelbe Karten: Bürger, Wurr, Pfeil, Oke (alle ZFC) | Wilton, Von Pichowski, Ziane (alle Lok)
Schiedsrichter: Rasmus Jessen | Max Göldner und Ahmad Chahrour
PressekonferenzSpielzusammenfassung
|