SPEKTAKULÄRER ZEHN-TORE-FIGHT ENDET 5:5
Was für ein Wahnsinnsfight auf dem Nebenplatz unserer heimischen bluechip-Arena! Unser ZFC Meuselwitz II und der TSV Großkorbetha lieferten sich am Dienstag, dem 25. August 2026, ein spektakuläres Testspiel, das nach 90 intensiven Minuten mit einem 5:5-Unentschieden endete. Zehn Tore, zahlreiche weitere Chancen und eine Partie, die nach einer zwischenzeitlichen 4:0-Führung unserer Mannschaft noch komplett auf den Kopf gestellt wurde – die 50 Zuschauer bekamen einiges geboten.
Da das ursprünglich für das vergangene Wochenende angesetzte Spiel auf Dienstag, den 25. August 2026, um 19 Uhr verlegt worden war, konnten wir leider nicht selbst vor Ort sein. Die einhellige Meinung derjenigen, die uns von der Partie berichteten, war allerdings eindeutig: Ihr habt da echt was verpasst! Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Spiel, wobei unsere Elf zunächst mächtig aufs Tempo drückte. Die erste gute Möglichkeit gehörte allerdings den Gästen. In der 5. Spielminute wurde ein Großkorbethaer Stürmer hervorragend freigespielt, doch sein Abschluss ging rechts am Tor vorbei. Nur eine Minute später durften dann unsere Jungs erstmals jubeln. In der 6. Minute segelte eine schöne Flanke in den Strafraum, wo Finn Weber hochstieg und das Leder per Kopf zum 1:0 für unseren ZFC in die Maschen setzte. Kurz darauf hatte Großkorbetha die große Chance zum Ausgleich, doch unsere Mannschaft konnte den Ball in höchster Not noch vor der Linie klären. Es blieb ein intensiver Schlagabtausch mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Das nächste Tor fiel allerdings erneut für unsere Elf. In der 13. Minute brachte Kapitän Charalampos Chionidis einen Freistoß gefährlich in den Strafraum. Dort stieg Severin Schulze am höchsten und drückte den Ball per Kopf ins linke obere Eck – 2:0 für unseren ZFC. Unsere Mannschaft blieb weiter am Drücker, während die Gäste ihre Möglichkeiten immer wieder nicht nutzen konnten. In der 35. Minute schlug Severin Schulze erneut zu und erzielte seinen zweiten Treffer des Tages. Nur zwei Minuten später legte unsere Elf sogar noch einen drauf: Johannes Kunze zog ab, der Großkorbethaer Torhüter war zwar noch am Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. In der 37. Minute stand es damit 4:0. Alles sah nach einer klaren Vorentscheidung aus. Doch wer die Partie beobachtete, konnte gleichzeitig erkennen, dass sich Großkorbetha keineswegs aufgab. Die Gäste hatten bereits zuvor gute Chancen gehabt und belohnten sich schließlich in der 39. Minute. Jonas Schneider traf aus spitzem Winkel zum 4:1. Bis zur Pause versuchten die Gäste noch einmal, den Druck zu erhöhen, doch ein weiterer Treffer wollte ihnen zunächst nicht gelingen. Unsere Mannschaft ging somit mit einer scheinbar komfortablen 4:1-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel wechselten beide Teams Spieler aus, und Großkorbetha kam nun deutlich druckvoller aus der Kabine. Innerhalb von nur zwei Minuten war die Partie plötzlich wieder völlig offen. Janne Werner erzielte in der 51. Minute das 4:2 und legte nur eine Minute später, in der 52. Spielminute, das 4:3 nach. Nach einer Stunde war damit aus der vermeintlich sicheren Führung unserer Mannschaft ein völlig offenes Spiel geworden. Die Gäste witterten ihre Chance und drängten mit aller Macht auf den Ausgleich. Leider wurde die Partie in dieser Phase auch zunehmend nicklig. Immer wieder kam es zu kleinen Provokationen und unnötigen Aktionen, teilweise wurde auch ordentlich hingelangt. Gerade in einem Testspiel sind solche Szenen eigentlich völlig unnötig. Das Schiedsrichter-Trio musste deshalb mehr als einmal Gnade vor Recht ergehen lassen und appellierte an die Spieler beider Mannschaften, sich wieder auf den Fußball zu konzentrieren. Mehr möchte ich dazu auch nicht sagen, da ich, wie schon erwähnt, nicht vor Ort war. In der 68. Minute war es dann allerdings erneut der Ball, der für Aufregung sorgte. Franz Friedrich Knothe erzielte den Ausgleich zum 4:4. Und nur zwei Minuten später war die unglaubliche Wende perfekt: In der 70. Minute traf Janne Werner zum dritten Mal an diesem Abend und brachte Großkorbetha mit 5:4 in Führung. Die Gäste hatten die Partie tatsächlich komplett gedreht. Unsere Jungs fanden zunächst keine Antwort und mussten nun selbst einem Rückstand hinterherlaufen. Doch wer unsere Zipsendorfer Moral kennt, weiß, dass die Partie noch lange nicht vorbei war. In den Schlussminuten rüttelte unsere Elf noch einmal an den Ketten und warf alles nach vorn. Der Einsatz sollte belohnt werden. In der 89. Minute war es erneut Severin Schulze, der zur Stelle war und mit seinem dritten Treffer des Tages den viel umjubelten Ausgleich zum 5:5 erzielte. Und beinahe wäre sogar noch mehr möglich gewesen: Nach dem Ausgleich bot sich Severin Schulze tatsächlich noch die Chance, den kompletten Wahnsinn perfekt zu machen und den Siegtreffer zum 6:5 zu erzielen. Doch diesmal blieb die Möglichkeit ungenutzt. So blieb es nach 90 Minuten bei einem spektakulären 5:5. Zehn Tore in einem Testspiel sind natürlich beste Unterhaltung für die Zuschauer, auch wenn die Partie phasenweise vielleicht etwas zu hart geführt wurde. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und zeigten über weite Strecken großen Einsatz.
Fazit: Für unseren Trainer bleibt nun die Aufgabe, die richtigen Schlüsse aus diesem außergewöhnlichen Testspiel zu ziehen. Vor allem die Art und Weise, wie unsere Mannschaft nach der 4:0-Führung zwischenzeitlich noch mit 4:5 in Rückstand geriet, dürfte dabei ebenso Thema sein wie die Moral, mit der unsere Elf in der Schlussphase noch einmal zurückkam. Ein 5:5 mit zehn Toren, einer spektakulären Aufholjagd und reichlich Gesprächsstoff – langweilig war dieser Test ganz sicher nicht. Unsere Zweite hat am kommenden Wochenende ihr nächstes Ligaspiel. Am Samstag, dem 29.08.2026, kommen die Kicker vom SV Germania Ilmenau, ebenfalls Aufsteiger in die Landesklasse, in die bluechip-Arena. Das wird auch nicht einfach. Anstoß ist um 15 Uhr. Besten Dank an alle für die perfekte Zuarbeit. Und danke auch wieder an die Mädels vom Kiosk, Kassiererin Jutta und an alle anwesenden Ordner.
Für Zipse II spielten: Collin Bauer, Hagen Nitschack, Charalampos Chionidis (C), Tizian Hirsch, Jonas Höfer, Jacob Dörfer, Johannes Kunze, Julius Landgraf, Elias Jankowsky, Severin Schulze, Finn Weber, Marc-Edgar Zergiebel, Chris Kroner, Kevin Alijevic.
J.K.

